Logo des Mark Hosak Reiki-Do-Instituts Heidelberg

Mark Hosak

Reiki-Do Institut Rhein-Neckar

Rainbow-Reiki, Kalligrafie, Kampfkunst, Coaching, Sprachdienstleistungen Japanisch
Tel.: 06271-947957
E-Mail - Kontakt
Link zur Seminaranmeldung
Home > Kampfkunst > Kenjutsu (Japanischer Schwertkampf)


Klicken  Sie hier, um mehr über Seminare und Ausbildungen zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über Rainbow-Reiki zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über Reiki_Symbole zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über Coaching zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über Kalligrafie zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über Kampfkunst zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über die faszinierende Kampfsportart Bojutsu zu erfahren
Kenjutsu
Klicken  Sie hier, um mehr über die Faszination des Ninjutsu zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mehr über die faszinierende Kultur Japans zu erfahren
Klicken  Sie hier, um mit mir in Kontakt zu treten und mir online Fragen zu stellen
Klicken  Sie hier, um mehr über die Seminartermine zu erfahren
Klicken  Sie hier, um sich in meinem Gästebuch einzutragen
Klicken  Sie hier, um mehr über mich zu erfahren
Klicken  Sie hier, um sich über interessante Bücher zu informieren
Klicken  Sie hier, um das Impressum zu sehen

Möchten Sie selbst lernen, solche Kalligrafien anzufertigen? Klicken Sie hier für weitere Informationen

Kenjutsu (Japanischer Schwertkampf)

Historischer Hintergrund des Kenjutsu

Kenjutsu ist traditioneller japanischer Schwertkampf und zählt daher zu den alten japanischen Kampfkünsten, die auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Schon seit frühester Zeit war es in Japan Sitte, mit dem Schwert zu kämpfen. Während des japanischen Mittelalters das mit der Entstehung der Kriegerschicht der Samurai etwa im elften Jahrhundert begann, entwickelten sich verschiedene Stile des Japanischen Schwertkampfes Kenjutsu. Es konnten aber langfristig nur die bestehen, die sich im Großmeister Taguchi-Sensei bei der Abwehr eines Schwertangriffs mit dem JitteKampf als tauglich erwiesen. Die Techniken wurden von großen Meistern immer weiter ausgefeilt, so daß Niveau des Schwertkampfes Kenjutsu zunahm. Während der Edo-Periode (1600-1868), einer Zeit, in der in Japan erstmals über Jahrhunderte weitgehend Frieden herrschte, begannen die Samurai sich neben dem harten Training des Kenjutsu auch den angenehmeren Künsten des Lebens, wie etwa der Teezeremonie, zu widmen und verbanden beides Miteinander. Manche Stile wurden auch zu einer Kunst weiterentwickelt, die nur noch von der Form mit dem ursprünglichen Schwertkampf zu tun hat.

Als sich Japan dann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Westen öffnete, wurde die Kriegerschicht trotz des heftigen Widerstand der Samurai abgeschafft. Das ist genau die Zeit, in der der Film „The Last Samurai“ spielt.

Viele ehemalige Samurai-Familien trainieren ihre Kunst aber bis heute weiter. Die meisten machen kaum Werbung, weshalb es gerade für Ausländer in Japan schwierig ist, eine solche traditionelle Schule überhaupt zu finden. Die meisten landen beim Kendô, was heutzutage in Japan ein Volkssport mit festen Regeln ist, in dem man nur noch andeutungsweise die Kunst der Samurai erkennen kann.

Wenn Sie bei mir trainieren, tauchen Sie ein in einen authentischen Kenjutsu-Stil

Schon seit frühester Kindheit begeisterten mich ostasiatische Kampfkünste. Seit meinem 13. Lebensjahr trainierte ich fast ausschließlich bei Japanern verschiedene Kampfkünste. So bekam ich auch Zugang zu der japanischen Kultur und Sprache. Im Laufe der Jahre stellte ich den besonderen Reiz der alten Kampfkünste fest. Bald übte ich mich nur noch in klassischen Stilen wie Taijutsu, Bojutsu, Ninjutsu und Kenjutsu. Über die vielen Kontakte und Reisen nach Japan lernte ich eines Tages meinen Meister Taguchi kennen. Meister Taguchi stammt aus einer Samurai-Familie und blickt auf eine über 55jährige Kampfkunstkarriere alter Stile zurück. Er ist Großmeister verschiedener Stile im Kenjutsu, Bojutsu und Ninjutsu und hat sogar seinen eigenen Stil „Taguchi Ryubojutsu“ gegründet. Seine Wurzeln im Kenjutsu sind das Sojutsu, Yagyu Shinkage Ryu, Eishin Ryu und Shinkan Ryu.

Nachdem Meister Taguchi bereits Großmeister im Kenjutsu (ein Großmeister ist ein Lehrer, der Lehrer ausbildet) wurde, machte er Bekanntschaft mit dem Ninjutsu Großmeister und Linienoberhaupt namens Hatsumi. Mit ihm tauschte er sich über Jahre aus und lernte Ninjutsu auch bis zur Großmeisterschaft.

Während meines langen Japanaufenthaltes von 1996-1999 hatte ich die Ehre, neben dem normalen Training fast täglich Privatunterricht zu genießen. Mehrfach schickte Meister Taguchi mich für Wochen in die japanischen Wälder, um dort umgeben von der Natur auf traditionelle Weise zu trainieren und zu meditieren. Nachdem ich über ein Jahr sein Assistenzlehrer in Japan war, habe ich die Erlaubnis erhalten, seine Kunst im Westen unterrichten zu dürfen. Dabei geht es um Ninjutsu in Kombination mit Kenjutsu.


Kenjutsu Trainingsplan

Im Training verwenden alle Schüler das traditionelle Holzschwert (jap.:Bokken, Bokutô). Mit einer echten Klinge wird erst ab einem sehr fortgeschrittenen Stadium geübt. Bei Taguchi-sensei liegt der Schwerpunkt auf einer sowohl sauberen Technik als auch der Kunst, sich natürlich zu bewegen. Feinste Details, wann welcher Samurai einen Schritt macht, sind eher sekundärer Natur. Dafür beginnt man sehr bald mit Partnerübungen Schwert gegen Schwert; Schwert gegen waffenlos; Schwert gegen Stock etc. Die Techniken sind so konzipiert, daß man nicht davon ausgeht, immer einen großen Helm zu tragen. Siehe Abbildung unten rechts. Wenn ich dort einen Helm tragen würde, könnte ich daß Schwert dort nicht hinnehmen.
Mark Hosak greift Großmeister Taguchi-Sensei mit einem Kenjutsu-Trainingsschwert, dem Bokken, an. Großmeister Taguchi geht in Position für die Abwehr mit dem Tenugui


Auf den Schwertkampf abgestimmte Aufwärmphase

Im Kenjutsu gibt es spezielle Übungen, die mit einem Aufwärmtraining vergleichbar sind. Diese fördern gleichzeitig einerseits die Vermeidung von Verletzungen und andererseits die Geschmeidigkeit und Stärke des Körpers. Genaugenommen geht es aber auch um vorbereitende Muskel- und Dehnübungen, durch die die Schüler durch regelmäßige Anwendung sehr schnell auf eine technisch hohes Niveau kommen. Sie sind Bestandteile der Grundtechniken. Die meisten dieser Übungen werden mit dem Holzschwert ausgeführt.

Kenjutsu-Grundtechniken

In diesem Teil werden Techniken und Schritte geübt. Beides ist für die Partnerübungen essentiell. Ein wichtiges Ziel dabei ist, zu lernen, sich immer natürlicher zu bewegen.

Am Anfang liegt der Schwerpunkt auf Schläge von oben nach unten. Dabei geht es weniger um die Muskelkraft als um die Fähigkeit durch lockere und flüssige Bewegungen Effektivität zu erzielen. In Japan spricht man auch davon, die Kraft aus der Hüfte in das Holzschwert zu üGroßmeister Taguchi-Sensei wehrt den Angriff mit dem Kenjutsu-Trainingsschwert mit einem Handtuch ab, das sich um Handgelenk und Schwert wickelt.!bertragen, als sei dieses ein Teil des eigenen Körpers. Das spart Kraft, belebt den Geist und sieht dazu noch sehr elegant aus. Je mehr diese erste und wichtigste Technik gelingt, desto leichter Fallen später die Bewegungen aus und in allen anderen Richtungen. Selbstverständlich werden auch diese mit steigernder Kompetenz gelehrt. Alle diese Techniken werden im Sitzen, Stehen und in der Bewegung mit ausgeklügelter Fußarbeit geübt. Im Kenjutsu sind Angriff und Abwehr kaum voneinander zu trennen. In jeder Abwehr ist auch eine Art Angriff verborgen. Bei den Grundübungen ohne Partner fällt dieses aber zunächst kaum auf. Um den Bezug zur Realität mit dem Partner zu wahren und um den Sinn der Techniken zu erklären, führe ich die einzelnen Übungen mit einem Partner vor.


Kenjutsu-Partnerübungen

Bei den Partnerübungen wird großer Wert auf ein verantwortungsvolles Miteinander gelegt. Von gefährlichen Spielen mit Gewinnsucht zur Profilierung des Egos wird abgesehen. Am Anfang sind die Abläufe der Partnerübungen festgelegt. Später sind durch Kombinationen und natürliches Aneinanderketten freie Abläufe mit dem Partner möglich.

Dadurch, dass es zu einem Kontakt beider Holzschwerter kommt, wird viel über das Gefühl mit dem Kontakt gearbeitet. Anstelle den Angriff zu blocken, wird das Schwert des anderen mit dem eigenen aufgenommen und weitergeführt. Solange der Kontakt aufrecht erhalten wird, kann man die Absicht des Partners erspüren und für sich selber benutzen. Daher ist in vielen Partnerübungen das absichtslose Handeln ein hohes Ziel.

Iaido - Die Kunst, das Schwert zu ziehen.

Bevor das Holzschwert benutzt werden kann, muß es erst einmal gezogen werden. Nach der Benutzung wird es zurückgesteckt. Dabei spielen Geschick, Geschwindigkeit und Fußarbeit eine große Rolle. Es gibt verschiedene Arten das Schwert zu ziehen, wie etwas vertikale, horizontale oder diagonale Richtungen. Einerseits sieht es wie eine elegante Kunstform aus. Andererseits münden viele Bewegungen auch in weiterführende Techniken mit und ohne Partner.
Großmeister Taguchi weicht Schwertangriff aus und wirft ein Ende des nassen Tenugui in des Angreifers Gesicht


Weiterführende Kenjutsu-Partnerübungen

Sobald die Basis hinreichend beherrscht wird, folgen spezielle Kenjutsu-Partnerübungen. Im alten Japan kam es nicht selten vor, daß es zu einem Kampf zwischen bewaffneten und unbewaffneten Leuten kam. Entsprechend gibt es auch Techniken der Entwaffnung. Hebel und Würfe sowie Fallübungen mit dem Schwert sind ein weiteres Medium im Kenjutsu.

In einem noch fortgeschritteneren Stadium werden dann auch der Umgang mit zwei Schwertern und anderen traditionellen japanischen Waffen des Kenjutsu wie etwa Hellebarde, Speer oder Sichel gelehrt.


Meditative Aspekte im japanischen Schwertkampf Kenjutsu

Zu Beginn und zum Ende des Trainings gibt es eine kurze meditative Begrüßung. Der Alltag wird losgelassen und man stimmt sich nun voll auf das Training ein. Am Ende ist es dann umgekehrt, wobei die positive Schwingung des Trainings mit in den Alltag übertragen werden kann.

Das Training im Kenjutsu ist wie eine spezielle Form der Meditation in Bewegung. Je mehr es gelingt, im Fluss und in der eigenen Mitte zu sein, desto natürlicher werden die Bewegungen. Das Erlernen des Kenjutsu erfolgt in besonderem über den Körper. Der Geist hat dabei die Aufgabe, immer mehr loszulassen. Selbstverständlich sind dazu förderliche Übungen in das Training mit integriert