Ninjutsu
Ninjutsu Training im Tengu Akasha Dojo
Regelmäßiges Ninjutsu Training im Tengu Akasha Dojo in Heidelberg. Anfänger als auch Fortgeschrittene sind zum kostenlosen Probetraining herzlich willkommen.
Ninjutsu Anfänger Training Montag und Mittwoch: 20:00 - 22:00 Uhr
- Gymnastik (Junan Taiso) / Etikette
- Fallschule (Taihen Jutsu)
- Basisbewegungen (Kihon Happo und Juniho, Sanshin no Kata, Kame no Kata)
- Einfache Variationen (Henka)
Ninjutsu Training für Fortgeschrittene Montag und Mittwoch: 20:00 - 22:00 Uhr
- Fortgeschrittene Variationen (Henka)
- Jutaijutsu und Daken Taijutsu
- Kenjutsu: Bokken (Holzschwert) Ninjutsu Schwertkampf
- Bojutsu: Hanbo (kurzer Stock) und Rokushakubo (Langstock) Ninjutsu Stockkampf
- Tantojutsu: Ninjutsu Messerkampf
- weitere Waffe wie: Naginata, Kama, Kusari Fundo, Jutte etc.
- alle Waffen in Kombination
Ninjutsu die Kunst der Schattenkrieger
Die über 900 Jahre alte Kunst Ninjutsu der japanischen Schattenkrieger ist in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts durch eine Vielzahl an Filmen im Westen bekannt geworden. Doch dass hinter den "Ninja", den schwarz gewandeten Schattenkriegern ein philosphisch-pragmatisches Kampfkunst-System der höchsten Güte steckt, ist den wenigsten Europäern bekannt.
Der Körper ist dafür eingerichtet, Selbsterhaltung möglich und ständige Bewegung leicht zu machen. Deshalb liegt der Schwerpunkt zu Beginn des Trainings auf dem Erlernen fundamentaler Basisbewegungen. Durch regelmäßiges Training und gezielte Übungen lösen sich Muskelverspannungen und ungünstige Körperhaltungen automatisch aus dem Körper heraus und somit wird auch eine entspannte und wachsame Mentale Verfassung gefördert.
In einem verantwortlichen Miteinander werden die verschiedenen Selbstverteidigungssituationen durchgespielt. Dabei soll der Schwerpunkt auf effektiven und weichen Methoden mit wenig aber genügend Kraftaufwand basieren. Dazu gehören eine ausgeklügelt e Fallschule-, Schlag-, Stoß-, Hebel- und Wurftechniken. Selbstverständlich werden zu all diesen Bewegungen auch die Gegenbewegungen gelehrt.
Die Bewegungen des Ninjutsu sind so aufgebaut, dass sie der ersten psychologischen Grundmotivation eines Menschen entsprechen, sich von der Gefahrenquelle wegzubewegen. Überleben wird nicht dadurch gesichert das man lernt sich so geschickt wie möglich zu bewegen, sondern indem man die Umstände vermeidet, die die Lebenskraft und das Leben beeinträchtigt und nur dann die Motivation des Kämpfens entsteht, wenn es unausweichlich ist. Hierzu werden auch geeignete Bewegungen und mentale Übungen gelehrt, die es möglich machen schwierige Situationen zu meistern.
Ninjutsu ist eine ganzheitliche Methode, wo Gesundheit, Kampfkunst und Bewusstseinserweiterung auf sinnvolle Weise kombiniert werden. Der Schüler lernt alte, unbrauchbare Bewegungen loszulassen und durch neue, sinnvollere zu ersetzen. Darin liegt die Möglichkeit, beim Ninjutsu, Erfahrungen zu machen die über das Körpertraining hinausgehen.
Gymnastik Jûnan Taisô
Hier handelt es sich um Trainingskonzepte, wo die Basis für die waffenlose Selbstverteidigung geschaffen wird. Die Bewegungen sehen teilweise wie Schlag- und Stoßtechniken aus, in Wirklichkeit handelt es sich aber um Bewegungen, wo Muskeln gestärkt, gelockert und gedehnt werden. Stand- und Atemübungen haben zum Ziel, die eigene Mitte zu finden, um sich im Training und im Alltag noch natürlicher bewegen zu können.
Fallschule, Rollen und Sprungübungen Taihenjutsu
Taihenjutsu besteht aus den Wortkomponenten taihen = heftig und jutsu = Kunst/Handwerk. Es geht hier also darum, sich auch in ungemütlichen Situationen wie etwa beim Sturz vom Fahrrad o.ä. so zu bewegen, daß der Körper so weit es möglich ist, geschont wird.
Zuerst wird auf weichen Matten direkt am Boden und später aus dem Stand und aus der Bewegung trainiert. Erst später, wenn die Basis gut beherrscht wird, kann man dann auch Wiesen und Asphalt trainieren.
Als ich selber Taihenjutsu erlernte, tat ich mich zunächst schwer, da ich aufgrund eines Ski-Unfalls höllische Angst vor dem Fallen hatte. Dank der genialen Unterrichtsmethode von Taguchi-sensei, konnte ich diese Angst schließlich überwinden. Zunächst für mich selber habe ich eine Taihenjutsu Übungsmethode entwickelt, die später von Meister Taguchi-sensei anerkannt wurde. Darin die genialen Fallübungen von Taguchi-sensei integriert. Es ist auch eine Art von Gymnastik, die aber schwerpunktmäßig die Schüler befähigt, ohne sich zu verletzen, geschickt zu flüchten. Es werden nicht nur Rollen und Sprünge geübt, sondern auch Übungen gelehrt, die den Rücken stärken und die es ermöglichen, sich auch auf hartem Boden schmerzfrei bewegen zu können.
Waffenloses Ninjutsu Taijutsu
Hier kommt es zur Anwendung von Gymnastik und Fallschule. Der Schwerpunkt liegt darin, den Körper und Geist zu befähigen, auch in Kampfsituationen sich noch immer natürlich zu bewegen. Die Fähigkeit der Selbstverteidigung ist hier ein Nebeneffekt.
Im Taijutsu gibt es zwei grundlegende Richtungen, die beide gleichermaßen wichtig sind, wobei die einen eher auf eine und die anderen eher auf das andere spezialisiert sind:
Daken Taijutsu
Dies ist eine Form des waffenlosen Ninjutsu, wo hauptsächlich Schlag-, Stoß- und Stichtechniken mit bloßen Händen und Füßen angewandt werden. Dies ist in verschiedenen Variationen mit vielseitigen Schritt- und Bewegungsabfolgen möglich. Zu Beginn werden festgelegte Abfolgen geübt und später wird es dann immer freier. Hierzu zählt auch das sogenannte Koppô Jutsu "Die Kunst des Knochenbrechens".
Jutai Jutsu
Im Jutai Jutsu wird überwiegend mit sogenannten sanften Mitteln gearbeit, wobei das Ergebnis für den Gegener im Ernstfall weniger sanft ist. Dazu gehören einfache und rafinierte Hebel, Würfe und Verknotungen
Von Schlag- und Stoßtechniken wird weitgehend Abstand genommen. Es wird sogar empfohlen, keine Faust zu machen. Die Hände bleiben immer offen. Dies fördert die Flexibilität und Reaktion für das Greifen von Fingern oder Kleidungstücken. Der einzige, der eine Faust macht, ist der Angreifer, da einer immer den „Dummen“ spielen muss ;-)
Wird die Bewegung im Bild links weitergeführt, so legt man nun den angewinkelten Arm des Partners auf den eigenen linken Arm. Streckt man oder rührt sich der Partner, so wird der Hebel automatisch angezogen. Mit der anderen freien Hand kann man nun etwas anderes tun - ein Spezialgebiet im Jutaijutsu (weiches waffenloses Ninjutsu)
Trainingsaufbau für Ninjutsu im Anfänger-Training
Trainieren von Junan Taiso, Taihen Jutsu und Taijutsu. In erster Linie geht es um Basisbewegungen (Kihon Juniho), die einerseits das Bewusstsein für die Körpermitte wecken sollen anderseits die Muskeln lockern, dehnen und kräftigen. Es wird trainiert, wie der Körper sich in einem 45° Winkel vom Partner fortbewegt. Mit dieser Bewegung ist es möglich sich gegen einfachste Übergriffe, wie Fauststöße oder Fußtritte wirksam zu schützen. Es werden sowohl Einzelübungen als auch Partnerübungen durchgeführt. Der schwerpunkt liegt jedoch auf den Partnerübungen.
Die Übungen aus Schritt eins werden nun mit einer Konterbewegung erweitert, sodass ein harmonisches miteinander zwischen den Partnern entsteht. Das Bewegungsspektrum wird mit weiteren Basisbewegungen erweitert. Es wird gelehrt, sich direkt und angemessen in Richtung des Partners zu bewegen. Da diese Bewegungen sehr effektiv sind, wird hier besonders auf ein verantwortliches Miteinander geachtet.
Nach dem Einüben der Basisbewegungen werden einige Schlag- und Hebelkombinationen gezeigt, die die Flexibilität der Schüler fördern sollen. An geeigneter Stelle können hier auch schon einfache Henka- Techniken (Variationen und Weiterführungen) vermittelt werden, was individuell auf die Teilnehmer abgestimmt wird. Während der gesamten Dauer des Trainings wird eine ständige Verbesserung der Koordination vorgenommen, so dass der einzelne sich immer ökonomischer bewegen kann.
Ein weiterer Bereich sind einfache Wahrnehmunsgübungen zur Steigerung der 6 Sinne und Energieübertragungsübungen. Dafür braucht man nicht sonderlich spirituell zu sein. Allein die Offenheit, sich das mal anzuschauen, bringt meist überraschende Ergebnisse.
Trainingsaufbau für Ninjutsu im Training für Fortgeschrittene
Hier werden hauptsächlich fortgeschrittene Variationen (Henka) mit und ohne Waffen trainiert. Frei fließende und ausgeklügelte Bewegungen stehen hier im Vordergrund. Das Training ist sehr flexibel. Alle paar Wochen wird ein neuer Schwerpunkt gesetzt, um spezifische Fähigkeiten genauer einzustudieren. Das ganze wird eingebettet in die Basis und Variationen, um sich immer natürlicher bewegen zu könen.
Je nach Fortschritt der Teilnehmer gibt es auch hier etliche Abstufungen. Die Wahrnehmungsübungen werden hier intensiviert. Besonders qualifizierte Schüler können dann auch im Rahmen von Kleingruppen und Privattraining tief in die spirituellen Bereiche des Ninjutsu , wie etwa Heilung, Kuji kiri und weitere Formen der Ninja-Magie einsteigen.
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