In diesem Buch werden die traditionellen Symbole und Mantras des Usui-Systems der
Natürlichen Heilung ausführlich in Theorie und Praxis erklärt. Von zentraler Bedeutung
ist die Anwendung dieser Werkzeuge in den Einweihungen, die die vielfältigen
Reiki-Fähigkeiten für den Schüler erschließen. Mir (Walter) muten diese altehrwürdigen
Rituale noch heute wie Wunder an, obwohl ich sie seit Jahren durchführe und
ihre niemals ausbleibenden, erstaunlichen direkten und indirekten Wirkungen so oft
bei mir und meinen Schülern erfahren habe.
Es gibt weltweit sehr viele unterschiedliche in der Praxis anzutreffende Formen der
Einweihungen, und oft stoße ich auf die Meinung, es sei mehr oder weniger egal, was
bei diesen Ritualen passiere, solange der Wunsch da sei, die Reiki-Fähigkeiten zu
erwecken. Dies ist defi nitiv falsch, denn es gibt sehr wohl einen technischen Aspekt
im Reiki. Das bedeutet, es müssen bestimmte Funktionen erfüllt werden, um jemanden
grundsätzlich zum Reiki-Kanal zu machen und die unterschiedlichen Reiki-
Fähigkeiten zu wecken. Außerdem gibt es eine Reihe von Maßnahmen, damit diese
tief greifende spirituelle Öffnung und Transformation für jeden Schüler sanft und
sicher geschieht.
Würde eine Einweihung durch guten Willen funktionieren, hätte Usui keine 21-
tägige Übung mit einer besonderen Meditationstechnik und Fasten auf einem der
stärksten Kraftplätze Japans absolvieren müssen, um sich dauerhaft für Reiki zu öffnen.
Es haben natürlich auch schon sehr viele Menschen versucht, sich aus Büchern
oder über das Internet „automatisch“ durch das Anklicken von Icons einweihen zu
lassen. Es ist mir jedoch noch nie jemand begegnet, bei dem dadurch Reiki-Fähigkeiten
geweckt worden wären. Vielleicht hast du dir schon einmal die folgende Frage
gestellt:
Wofür sind Einweihungen nötig?
Bestimmte Fähigkeiten der aktiven Energiearbeit ( Heilung zum Beispiel) und passiven
Energiearbeit (etwa: Hellsehen) bekommen einige wenige Menschen in die Wiege
gelegt aufgrund entsprechend ausgerichtetem positivem Karma, das in vergangenen
Inkarnationen erworben wurde. Aber auch diese großen Talente müssen durch Ausbildung
und Übung sorgfältig und mit viel Geduld einsatzfähig und zuverlässig im
praktischen Gebrauch gemacht werden. Die meisten Menschen müssen, wenn sie
derartige Fähigkeiten erwerben wollen, über viele, viele Jahre intensiv üben, um sich
resonant für diese gewaltigen Kräfte zu machen neben Ausbildung und Übung,
die natürlich immer dazu gehören. Nun stehen seit Menschengedenken spirituell
Suchende vor der großen Herausforderung, dass es so viele wunderbare Fähigkeiten
gibt, die sich aus der Nähe zur göttlichen Kraft ergeben, die nicht nur auf natürliche
Weise das Leben erleichtern, sondern auch äußerst wirksam zur Unterstützung des
eigenen Weges zu Erleuchtung und spiritueller Erweckung eingesetzt werden können.
Wenn jedoch ein großer Teil des Lebens dafür verwendet werden muss, einige wenige
Fähigkeiten dieser Art zu erwerben, bleibt nicht mehr so viel Gelegenheit, sie für
das eigentliche Ziel, den spirituellen Verwirklichungsprozess zu nutzen. Außerdem
haben und hatten die meisten neben ihren täglichen Pfl ichten kaum die Zeit, die für
solche Unterfangen einmal nötig ist. Und irgendwer muss ja auch die Felder bestellen,
Bücher drucken und verkaufen, Brötchen backen und Häuser bauen. Es gibt nicht
genug gemütliche Höhlen in den Gebirgen dieser schönen Welt, um so viele Milliarden
Einsiedler aufzunehmen, wie es Menschen gibt. Und wer würde sie verköstigen,
wenn alle den ganzen Tag lang meditieren und von der endgültigen Erleuchtung
träumen?
Um richtig voranzukommen, müssten also kurzfristig bestimmte spirituelle Fähigkeiten
zur Verfügung stehen, die an sich erst nach langem Üben und Studium in
Abgeschiedenheit geweckt werden könnten. Tricky!
Die Lösung dieses Gordischen Knotens sind die Einweihungen! In jeder mir
bekannten spirituellen Tradition werden entsprechende Fähigkeiten von den dazu
ausgebildeten und befähigten Leuten an Schüler weitergegeben, um es ihnen leichter
zu machen voranzukommen, in verhältnismäßig kurzer Zeit große Fortschritte in
ihrer Persönlichkeitsentwicklung machen zu können und ganz nebenbei auch
ihren Mitmenschen bei der Bewältigung von typischen Lebensproblemen wie Krankheit,
Armut, Unglück und dergleichen hilfreich zur Seite stehen zu können.
Bekannte Beispiele für Einweihungen sind: Shaktipad im Hinduismus; die Einweihungen
in Mantras, zum Beispiel im System der Transzendentalen Meditation (TM);
Kriyâ-Yoga.
Mittels Einweihungen lassen sich bestimmte Fähigkeiten grundsätzlich in einem
Menschen freilegen. Aber es gehört immer Ausbildung und einige Erfahrung dazu,
sie effektiv und sinnvoll nutzen zu können. Über Einweihungen lässt sich zwar eine
Anregung der Persönlichkeitsentwicklung bewirken, aber Lernerfahrungen, Entscheidungen,
Wahrnehmungsübungen, das Ausprobieren neuer Verhaltensweisen, die
Überwindung des Egos und Ähnliches muss jeder immer noch selbst angehen.
Verschiedene Arten von Einweihungen
Die Reiki- Einweihungen sind nicht die einzige Art, spirituelle Kräfte in einem Menschen
zu erwecken. Es gibt verschiedene, grundsätzlich unterschiedliche Arten von
Einweihungen.
Selbsteinweihung
Dr. Mikao Usuis 21-tägige Meditations- und Fastenzeit. Damit so etwas funktioniert,
sind besondere Bedingungen notwendig. Erst einmal muss der Betreffende
sich genau in dem Gebiet auskennen, in dem er mit den durch die Einweihung zu
weckenden Fähigkeiten tätig werden möchte. Es muss die richtige Art von Übung
durchgeführt werden, und zwar lange genug und an einem Ort, der günstige spirituelle
Voraussetzungen bietet. Der Zeitraum für die Einweihung muss so gewählt sein,
dass die astrologischen Transite des Übenden die Bemühung unterstützen. Von entscheidender
Bedeutung ist die innere Einstellung des Übenden. Ohne eine demütige,
vom Herzen her kommende und auf das Dienen im Sinne der Göttlichen Ordnung
gerichtete Motivation werden auch die besten äußeren Voraussetzungen und die strikteste
Übungsdisziplin keine spirituelle Einweihung ermöglichen, die ja letztlich eine
göttliche Gnade ist. Der Mensch kann sich bereit machen die Entscheidung trifft
die Schöpferkraft!
Einweihung durch ein Lichtwesen
In seltenen Fällen werden Menschen im Schlaf, in der Meditation oder in einem
Moment, wo sie kaum mit einer solchen Erfahrung rechnen, von einem Spirit eingeweiht.
Dies passiert praktisch immer nur nach langen, intensiven Perioden der
Beschäftigung mit einem spirituellen Thema, zu dem es zur Zeit keinen menschlichen
Lehrer gibt, der den Betreffenden einweihen und ausbilden könnte. Dafür gibt
es eine Faustregel: Wird die neue Fähigkeit nicht innerhalb eines Mondzyklus also
bis der Mond wieder steht wie zum Zeitpunkt der Einweihung drei Mal im Dienste
der Göttlichen Ordnung eingesetzt, verschwindet sie wieder. Die Einweihung besteht
nicht mehr. Durch einen Engel oder ein ähnliches spirituelles Wesen eingeweiht zu
werden, ist üblicherweise eine extrem beeindruckende Erfahrung. Häufi g verändert
sie dauerhaft die gesamte Lebensauffassung. Die nötige Ausbildung ist entweder
bereits vorher weitgehend durch entsprechendes Wissen aus Büchern, Inspiration oder
direkten Kontakten zu einem Lichtwesen vermittelt worden, so dass es „nur noch“
gilt, aufmerksam und beharrlich Erfahrungen mit den neu erworbenen Talenten zu
machen, oder sie wird entsprechend nach der Einweihung vermittelt. Auch hier gilt:
Wer nicht lernt und übt, hat wenig von dem Geschenk.
Reaktivierung einer Einweihung,
die in einem vergangenen Leben empfangen wurde
Manchmal wird aufgrund eines, meist weitgehend unbewussten, Bemühens um
ein spirituelles Thema eine in einem vergangenen Leben erworbene spirituelle
Fähigkeit wiedererweckt. Im Allgemeinen wird dies in irgendeiner Weise von mehr
oder weniger zusammenhängenden Rückerinnerungen an die entsprechenden Inkarnationen
begleitet. Dies kann auch im Rahmen einer Rückführung oder Meditation
geschehen.24 Entsprechend der Einweihung durch ein Lichtwesen, muss auch hier die
neue Fähigkeit drei Mal im Verlauf eines Mondzyklus, bis der Mond wieder steht
wie bei der Einweihung, im Dienste der Göttlichen Ordnung praktisch angewendet
werden.
Sowohl für die Selbsteinweihung, die Einweihung durch ein Lichtwesen oder die
Reaktivierung einer Einweihung aus einer vergangenen Inkarnation sind meiner
Erfahrung nach Demut und ernsthaftes Bemühen um das Verfolgen des spirituellen
Weges unabdingbare Voraussetzung.
Einweihung durch einen Lehrer
Dieser Weg der Einweihung ist wahrscheinlich am leichtesten nachvollziehbar:
Du bist in einem Seminar oder einer Ausbildung, lernst etwas und bekommst eine
Einweihung, damit das, was du gelernt hast, auch zufrieden stellend und dauerhaft
funktioniert.
24 Mit dieser Art von Einweihung habe ich (Walter) reichlich Erfahrungen sammeln dürfen. Seit ich mich
bewusst etwa 1988 entschieden habe, (wieder) als spiritueller Lehrer zu leben, stellten sich ständig
neue, alte Fähigkeiten bei mir ein. In vergangenen Inkarnationen empfangene Gaben und Kenntnisse,
die Erfahrungen vieler Leben als Hohepriester der Großen Göttin unter anderem in Lemuria, dem
vorvedischen Indien, Sumer, Babylon und Ägypten wurden nach und nach über die Jahre in mir
präsent. Heute (2004) stammen etwa 85 % der von mir vermittelten Lehrinhalte aus diesen Quellen.
In den ersten Jahren war ich mir sehr unsicher über das, was da in mein Bewusstsein kam. Doch durch
die immer wieder und wieder erlebte Bestätigung durch praktische Wirkungen vertraute ich immer
mehr auf dieses große Geschenk. Lemurian Tantra, große Teile von Rainbow Reiki, der schamanische
White Feather Pfad, die Drei-Strahlen- Meditation, Himmelsdrachen Qi Gong, der Kristallweg und
das Ausbildungssystem in spiritueller Wahrnehmung ( Aura-/Chakralesen; Channelling; Astralreisen,
Hellsehen) sind so wieder zu mir gekommen und ich brauchte die alte Weisheit „nur noch“ an die
Gegebenheiten unseres Zeitalters anpassen.
Zwei verschiedene Qualitäten von Einweihungen:
Freilegung von Fähigkeiten und Aneignung von Fähigkeiten
Grundsätzlich können Einweihungen zwei sehr verschiedene Arten von Fähigkeiten
zugänglich machen:
Ein im Prinzip in jedem Menschen vorhandenes Potential kann erweckt
werden. Ein Beispiel hierfür ist die Einweihung in das Usui-System der
Natürlichen Heilung.
Ein im Menschen nicht angelegtes Potential wird diesem quasi geschenkt.
Zum Beispiel die Gabe, mit der Heilkraft eines Engels zu arbeiten.
Die Reiki- Einweihungen
In dem folgenden Abschnitt möchte ich am Beispiel der Einweihung in den 1. Grad
des Traditionellen Usui-Systems des Reiki erläutern, was bei diesen Ritualen eigentlich
geschieht. Ich habe darauf verzichtet, die technischen Einzelheiten der Einweihungsrituale
zu beschreiben.
Zum einen, weil dadurch leicht der falsche Eindruck entstehen könnte, dies sei die
einzig richtige Art und Weise, einzuweihen. Und das würde absolut nicht den Tatsachen
entsprechen! Viele Wege führen nach Rom. Nicht jeder beliebige Pfad, aber viele.
Zum anderen bin ich der Überzeugung, dass es wesentlich sinnvoller ist, die Einweihungen
im Rahmen der persönlichen Begegnung eines Seminars zu erlernen, Fragen
stellen und unter Anleitung üben zu können, um wirklich sicher darin zu sein, anderen
Menschen die Gabe, Reiki in diese Welt zu bringen, in die Hände legen zu können.
Was passiert während der Einweihung zum 1. Grad?
Bei den Einweihungen zum 1. Grad verwendet ein Reiki- Meister die Symbole und
Mantras (heilige Worte, die spirituelle Energien rufen und zielgerichtet einsetzen), die
Dr. Usui in den alten Schriftrollen über die Methoden der Heilungen Buddhas fand,
beziehungsweise auf deren Grundlage entwickelte. Durch die Meister- Einweihung,
die er empfangen hat, und das ihm von seinem Meister übergebene Symbol und Mantra
des 3. Grades ist er befähigt, für jeden Menschen eine dauerhafte Verbindung zur
Quelle der Spirituellen Lebensenergie herzustellen.
Die Symbole und Mantras werden im Rahmen überlieferter Rituale angewendet, die
nötig sind, um die die Reiki-Fähigkeiten aktivierenden und organisierenden Kräfte in
bestimmte Chakras zu leiten, die an der Weiterleitung der Spirituellen Lebensenergie
beteiligt sind.
Diese Methoden sind jedoch nicht funktionsfähig, wenn der Ausführende nicht die
Meister- Einweihung auf traditionelle Art bekommen hat.
Stell dir als Analogie ein Radio vor. Es läuft nicht ohne Strom. Aus diesem Grund
war es für Dr. Usui auch nicht gleich möglich, mit Reiki zu arbeiten, nachdem er die
Schriftrollen aus dem uralten Weisheitsschatz des Esoterischen Buddhismus gefunden
hatte. Er wird es sicher probiert haben. Erst nach dreiwöchigem Fasten und Meditieren
und durch die Gnade der Schöpferkraft bekam er den Zugang zu der Quelle der
Spirituellen Lebensenergie, ohne den alle Techniken nicht anwendbar sind.
Für die vollständigen Fähigkeiten des 1. Grades sind vier Teileinweihungen notwendig,
die allerdings in vielen Reiki-Schulen zu zwei oder auch einer Einweihung
zusammengefasst werden. Im Rainbow Reiki werden vier Teileinweihungen gegeben,
um die Schüler möglichst sanft an ihre neuen Fähigkeiten zu gewöhnen und ihnen
ausreichend Gelegenheit zu geben, bewusst die mitunter tief greifenden spirituellen
Erfahrungen zu genießen.
Jede Teileinweihung erfüllt eine andere wichtige Funktion. Wenn nicht alle Einweihungen
mit einem minimalen Abstand von 3 Stunden und einem maximalen Abstand
von 24 Stunden gegeben werden, bleibt die Fähigkeit, Reiki zu geben, nicht erhalten,
und der Schutz vor disharmonischen Fremdenergien ist ebenfalls nicht gegeben.
Die Wirkung der Reiki- Einweihungen aller Grade betrifft die Chakras nur indirekt.
Sie löst auf einer sehr tief liegenden energetischen Ebene, dem Bereich des Rassen-
Karmas, Blockaden auf, die den Menschen von einem direkten, umfassenden Kontakt
zur Spirituellen Lebensenergie abhalten. Deswegen sind, bis auf die Erlangung der
Reiki-Fähigkeiten, auf die ich weiter unten noch eingehe, die geistigen und körperlichen
Auswirkun gen der Einweihungen bei jedem Menschen anders. Prinzipiell steht
jedem Lebewesen Reiki zur Verfügung. Ohne entsprechende Einweihung tröpfelt die
Spirituelle Lebensenergie bildhaft gesprochen jedoch nur. Nach einer Einweihung
fl ießt Reiki zu dem Eingeweihten in einem kräftigen, gleichmäßigen und jederzeit
verfügbaren Strom, der durch regelmäßige Praxis sogar noch enorm anwachsen kann.
Zwar werden bestimmte Chakras von den Einstimmungen berührt; sie werden quasi
als Tore benutzt. Die wirklichen Veränderungen fi nden aber auf viel tiefer liegenden
Ebenen, im so genannten Lichtkörper25 statt. Dies ist eine spirituelle Struktur, die
nicht-polare Lebenskräfte wie Reiki leitet und organisiert. Von hier werden Informa-
25 Dazu gibt es in der Rainbow Reiki- Tradition eine entsprechende Ausbildung: Die Rainbow Reiki-
Lichtkörperarbeit, die weltweit von qualifi zierten Lehrern vermittelt wird.
tionen zum Chakrensystem gesandt, die dessen Abläufe steuern. Im Kapitel über das
spirituelle Energiesystem des Menschen fi ndest du mehr Informationen dazu.
Welche Kräfte werden im Einzelnen
durch die 1. Grad- Einweihung vermittelt?
Im Wesentlichen sind dies fünf verschiedene Fähigkeiten:
1. Der Eingeweihte wird ein Kanal für Reiki, die Spirituelle Lebenskraft. Er kann
diese Energieform jederzeit auf die Erde holen, indem er seine Hände aufl egt,
wenn sie benötigt wird. Dazu braucht er sich nicht zu konzentrieren, bestimmte
Übungen zu vollziehen oder seine Lebensgestaltung einzuschränken. Wird Reiki
gebraucht, reicht es, die Hände aufzulegen oder über die Aura mit den Händen
Kontakt zu dem Empfänger zu haben, um die Kraft fl ießen zu lassen. Reiki wird
immer vom Empfänger eingezogen. Es kann im engeren Sinne des Wortes nicht
ausgesandt, sondern nur bereitgestellt werden.
2. Es wird eine Art energetischer Schutz errichtet, der verhindert, dass die persönliche
Energie des Reiki-Kanals unbewusst26 in größerem Umfang mit zu dem Empfänger
übertra gen wird. Dies verhindert eine Schwächung des Behandlers und bewahrt
den Behandelten davor, auf der energetischen Ebene mit den disharmonischen
Strukturen des Reiki-Gebenden belastet zu werden. Ist dieser Schutz nicht vorhanden,
kann es passieren, dass manche Energien des Behandlers in das innere
Energiesystem des Empfängers eindringen und bleiben und dort Probleme bewirken.
Dies ist keine zwangsläufi ge Folge, aber es wird immer wieder in mehr oder
minder großem Umfang geschehen. Je nach energetischer und psychologischer
Stabilität sowie der Stärke der Selbstheilungskräfte des Empfängers der Behandlung
hat so eine Übertragung disharmonischer Energien sehr unterschiedliche Folgen.
3. Der Reiki-Kanal bekommt einen Schutz, der verhindert, dass von dem Behandelten
disharmonische Energien zu ihm übertragen werden. So bleibt der Behandler frei
von Sympathie-Erkrankungen und ernsthaft störenden Fremdenergien. Allerdings
bleibt die Fähigkeit, den anderen energetisch zu spüren, bestehen. Auch dies kann
Irritationen mit sich bringen. Deswegen sollten die Hände nach einer Behandlung
gewaschen werden, oder eine Aurareinigungstechnik angewendet werden. Bei einer
halbwegs normalen energetischen und psychologischen Stabilität des Behandlers
können aus der energetischen Wahrnehmung keinerlei echte Schwierigkeiten ent-
26 Bitte beachte diese Einschränkung: Wer seinem Helfersyndrom frönt und unbedingt mitleiden
will, wird durchaus zusätzlich zu Reiki eigene Lebenskraft verschiedenster Art mit übertragen. Reiki
schützt, aber es respektiert den von der Schöpferkraft einem jeden Menschen in die Wiege gelegten
Freien Willen.
stehen. Es ist eher wie ein Film, der einem nicht gefällt, oder ein Zeitungsbericht,
der unangenehme Assoziationen weckt.
4. Die Sensibilität gegenüber feinstoffl ichen Energien wird gesteigert. Viele Menschen
bemerken nach dem 1. Grad-Seminar ganz neue Wahrnehmungen in ihren Händen,
wenn sie sie irgendwo längere Zeit aufl egen oder in der Aura eines Lebewesens
halten. Durch regelmäßige Reiki-Praxis und entsprechende Übungen kann diese
Fähigkeit noch in großem Maße vervollkommnet werden.
5. Alle diese Fähigkeiten werden für immer tief in dem Energiesystem des Betreffenden
verankert. Sie lassen sich durch nichts wieder aufl ösen, weil sie letztlich
ein göttliches Geschenk sind, das schon vor der Einweihung in dem menschlichen
Organismus vorhanden war. Es lag zwar brach, aber gehört zu ihm, wie Arme oder
Beine. Nachdem es vollständig wiedererweckt worden ist, kann es nicht mehr
„Schlafen gelegt“ werden.
Aus diesem Grund braucht jeder Mensch nur einmal in seinem Leben die Einweihung
in den 1. Reiki-Grad mitzumachen. Und es ist absolut sicher, dass jeder, der an den
Einweihungen eines 1. Grad-Seminars teilnimmt, diese Fähigkeiten bekommt. Fehlgeschlagene
Einweihungen gibt es nicht, solange sie von einem traditionell ausgebildeten
Meister mit den überlieferten Symbolen, Mantras und Ritualen vorgenommen
werden. Vielleicht klingt dies in deinen Ohren etwas anmaßend. Fehler machen doch
schließlich alle Menschen. Warum nicht auch Reiki- Meister! Und damit hast du sicher
völlig recht. Aber es ist nicht der Meister, der letztlich die Einweihung vornimmt. Er
stellt nur den Kontakt zu der Quelle der Spirituellen Lebensenergie, den göttlichen
Wesen Dainichi Nyorai und Marishi Ten, her und dient als Kanal für deren spirituelle
Kraft, Weisheit und Liebe. Diese Lichtwesen verfügen über wesentlich umfassendere
Möglichkeiten der Energiearbeit als jeder Mensch. Für sie ist eine Reiki- Einweihung
etwas sehr, sehr Einfaches. Sie sind extrem fähige Diener der Schöpferkraft.
Was Menschen tun, ist fehlerhaft und vergänglich dies ist ein typischer und aus
spiritueller Sicht wichtiger Wesenszug der Menschen. Ein Bund, der jedoch von der
Schöpferkraft geschlossen wird, unterliegt nicht den Gesetzen der materiellen Welt
und kann nicht fehlerhaft sein. Dies zeigt auch die entsprechende Erfahrung mit den
Reiki- Einweihungen. Ob ein Reiki- Meister müde ist, Zahnweh oder Kopfschmerzen,
Liebeskummer oder eine depressive Stimmung hat solange er sich an die traditionellen
Einweihungsrituale hält, wirken sie völlig zuverlässig.
Wenn es dir schwer fällt, dies zu glauben, habe ich vollstes Verständnis dafür. Ich
habe ebenfalls viele Jahre gezweifelt, bis ich mich endlich den immer wieder gleichen
positiven Erfahrungen gebeugt habe.
Die einzelnen Schritte der traditionellen Reiki- Einweihung in den 1. Grad
Die folgenden Schritte gibt es grundsätzlich bei traditionellen Reiki- Einweihungen in
den 1. Grad. Jede dieser Funktionen kann auf sehr unterschiedliche Weisen „energiearbeitstechnisch“
korrekt erfüllt werden. Es gibt da also keine allgemeinverbindliche
Standardlösung.
• Die Anrufung der Spirituellen Linie.
• Die Aura des einzuweihenden Schülers aufnahmebereit machen einen
yin-orientierten Zustand hervorrufen.
• Die Erweckung der Reiki-Fähigkeit und die Stabilisierung dieser Maßnahme.
• Das Einbeziehen wichtiger Haupt- und Nebenchakras in den Strom der
Reiki- Kraft.
• Die energetische Versiegelung sensibler Nebenchakras zur dauerhaften Stabilisierung
der Reiki-Fähigkeiten.
• Der Abschluss den Zustand der Aura normalisieren für den Einzelnen
und zum Ende der Einweihung auch für die ganze Gruppe der Eingeweihten;
um den Segen der Spirituellen Linie bitten, ihr danken und sie verabschieden.
Zu guter Letzt möchte ich noch auf zwei häufi g gestellte Fragen zum Thema „Einweihungen“
eingehen:
Ist es wichtig, beim 2. Grad beide Hände eingeweiht zu bekommen?
Es gibt Meinungen, dass die drei 2. Grad-Symbole und ihre Mantras bei der Einweihung
in den 2. Reiki-Grad in beide Hände gegeben werden sollten, damit die Symbole
mit beiden Händen gezeichnet werden können und das Yin- Yang-Verhältnis im
Menschen ausgeglichen sei. Was ist daran?
Nun, erst einmal die gute Nachricht: Eine Einweihung beider Hände schadet niemandem.
Sie ist andererseits aber auch nicht nötig. Bei der Einweihung in den 2. Grad
wird grundsätzlich die mechanisch geschicktere Hand mit den Symbolen und Mantras
eingeweiht, weil die Zeichen so leichter mit Stift und Papier geübt werden können.
Die mechanisch geschicktere Hand hat den wesentlich besser entwickelten kinästhetischen
Sinn. Über diesen werden Körperbewegungen zum Gehirn gemeldet. So weit
so gut.
Sind die Symbole und die Mantras aber erst einmal „drin“ und kann ein Schüler
des 2. Reiki-Grades sie auswendig fehlerfrei zeichnen, ist es meistens überfl üssig,
weiterhin mit der Hand die Zeichen auszuführen. Die Symbole und die Mantras des
2. Grades werden von fortgeschrittenen Reiki-Schülern später überwiegend im Geist
angewendet, außer es geht darum, die Kenntnisse aufzufrischen und zu üben. Der
2. Grad ist eine mentale Technik der Energiearbeit.
Da durch die Einweihung in den 2. Grad nur der entsprechende „Werkzeugkasten“
von Symbolen und Mantras für den Reiki-Schüler verfügbar gemacht wird, entsteht
bei einer korrekten traditionellen Einweihung auch keine Verschiebung im Yin-
Yang-Verhältnis im Körper. Ich konnte in meiner Ausbildungspraxis mit Hunderten
2. Grad-Schülern keine unnatürliche „Vermännlichung“, „Vergeistigung“ oder andere
deutliche Anzeichen eines Yang-Ungleichgewichtes die meisten sind Rechtshänder
und bekommen deswegen die Symbole in diese Hand durch 2. Grad- Einweihungen
beobachten. Da ich viele meiner Schüler auch nach Jahren noch des Öfteren in
meinen Seminaren als Gäste habe und briefl ich und telefonisch über ihren Entwicklungsprozess
Nachrichten bekomme, haben meine Erfahrungen einen langfristigen
Hintergrund.
Aber wie gesagt, es schadet auch niemandem.
Fußeinweihungen
Die Reiki-Meisterin, Körpertherapeutin und praktizierende Heilpraktikerin Gerda
Drescher (Schweiz) entwickelte in mehrjähriger Arbeit eine Methode, durch spezielle
energetische Einstimmungen (Fußöffnungen) im Zusammenhang mit langfristig
angelegten therapeutischen Maßnahmen die Erdung ihrer Klienten konkret zu verbessern.
Gerda war all meinen Recherchen zufolge die erste Meisterin, die mit Fußeinweihungen
arbeitete. Sie wendet diese Methode seitdem mit großem therapeutischen
Erfolg an und gibt sie an ihre fortgeschrittenen Schüler weiter, die von ihr nicht nur
in dieser Einweihungstechnik, sondern auch umfassend in der damit verbundenen
körper- und psychotherapeutischen Begleitung ausgebildet werden. Sie vertritt nicht
den Standpunkt,
• dass Fußeinweihungen ein Bestandteil des traditionellen Usui-Systems seien;
• dass jeder, der in Reiki eingeweiht wird, automatisch Fußeinweihun gen braucht,
weil sonst das Energiefeld des Körpers disharmonisch sei oder Reiki nicht richtig
funktionieren würde;
• dass Fußeinweihungen ein „Muss“ im Wassermannzeitalter seien;
• dass Erdung nur durch Fußeinweihungen zu erreichen sei;
• dass Fußeinweihungen für jeden geeignet seien.
Zitat: „Ihre [bezieht sich auf Fußeinweihungen] Wirkungen haben weit reichende
Konsequenzen. Neben einer verstärkten Verbindung zur Erdmutter führt diese Integration
des unteren Pols auch zur Konfrontation mit der Körperlichkeit, dem Unbewussten,
Unerlösten und dem eigenen Schatten. Sie [die Fußöffnungen] sind daher
keineswegs geeignet, um eine Marktlücke und den Geldbeutel zu füllen oder das
eigene Ego zu polieren, sondern erfordern einen prozessorientierten Umgang sowie
verantwortungsvolles therapeutisches Know-how in der Begleitung! Über die Wirkung
von anderen Fußöffnungen, die jemand direkt von einem auserwählten Meister
oder aber meditativ von Usui, den Erzengeln, dem Heiligen Geist oder gar der Schöpferkraft
persönlich empfangen haben will, kann ich keine Aussage machen.
Meine Fußöffnungen sind zwar mit Intuition, aber dennoch völlig unspektakulär
auf empirischem Weg entwickelt worden, und gerade dadurch sind sie besonders
wertvoll. … Rei-Ki-Balancing® ist eine Einladung, sich über den eigenen physischen
Körper verstärkt mit der Erdenmutter (Gaia) zu verbinden und fordert dazu auf, den
unbequemen Weg von der Spiritualität zur Ganzheit als Individuationsprozess unter
die Füße zu nehmen … Da ich um die Richtigkeit und den Wert meiner Arbeit weiß,
habe ich klare Ausbildungsstrukturen und -richtlinien erarbeitet, deren Einhaltung
über die Möglichkeit des Lizenzentzuges kontrollierbar sind. Die Grundausbildung
dauert mindestens 2 bis 3 Jahre (je nach Vorkenntnissen) und beinhaltet u. a. auch
intensive und tiefe Körperarbeit.“
Nach den mir vorliegenden Informationen sind Fußeinweihungen nach Gerda
Drescher in Verbindung mit der von ihr entwickelten therapeutischen Begleitung eine
durchaus ernstzunehmende und effektive Methode, Erdungsprobleme zu heilen.